von Heribert Illig

anton

Rekonstruktion eines Werks, Kritik einer Stilperiode

Meister Anton, gen. Pilgram, ist einer jener Bildhauer, die um 1500 ihre Kunst zu einer absoluten Blüte geführt haben. Weil ihm immer wieder sein Werk abgesprochen wird, wurde eine kritische Prüfung notwendig, die überraschende Antworten zu den in Frage stehenden Werken in Brünn, Wien und in Neckarschwaben bringt.

Anton zeichnet zur damaligen Zeit fast als Einzigen kritischer Humor bis hin zum Sarkasmus aus, der mitten in einer Kirche das Sakrament in Frage stellen und Kleriker in abstoßende Sünder verwandeln kann.

Er gehört – bislang unbemerkt – zu jener manieristischen Strömung, die ab dem 12. Jahrhundert romanische wie gotische Malerei, Plastik und Architektur durchdringt, gegen 1500 gewissermaßen ausufert und im späteren 16. Jahrhundert ihre Qualität verliert.

1. Auflage Januar 2013
Pb., 360 Seiten,
185 Abbildungen (im Text und auf 64 Tafeln)
ISBN 978-3-928852-46-3

Dieses Buch weist der um 50 Jahre schwankenden Kanzel im Wiener Dom eine feste Datierung zu, erhellt das Lebenswerk eines Künstlers, eliminiert eine ganze Stilepoche und weist der Kunstbeurteilung neue Wege, kann aber nicht unter die chronologiekritischen Werke im engeren Sinne gezählt werden.

Hier findet sich eine Buchbesprechung.

 

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